Unsere Zucht 

In unserer familiären Hobbyzuchtstätte „Del bosco santo“ züchten wir nach den strengen Regeln des LRWD e.V. und somit unter dem Dachverband des VDH. Eine sorgfältige und bedachte Auswahl der Paarung ist uns sehr wichtig, Beide Elterntiere sind genetisch auf in der Rasse auftretende Erbkrankheiten untersucht, um auszuschließen, dass diese Erkrankungen an die Welpen vererbt werden. Außerdem sind bei beiden Elterntieren die Hüften (HD) und die Knie (Patella) untersucht. Die Augen werden alle 2 Jahre kontrolliert. Als Hobbyzüchterin wähle ich den Rüden ebenfalls unter Berücksichtigung der genetischen Vielfalt aus.
Unser Hauptaugenmerk liegt in der Zucht gesunder, widerstandsfähiger, wesensfester, freundlicher und gut sozialisierter Familienhunde, die dem Rassestandard des VDH/FCI entsprechen. 

Wir möchten diese Traumhunde an liebevolle Menschen weitergeben, die sich wie wir, in diese wundervolle Rasse verliebt haben.  

Hunde zu züchten ist eine wunderschöne, leidenschaftliche Angelegenheit. Ich trage als Züchterin eine große Verantwortung bezüglich der Auswahl der Zuchthunde und der Aufzucht der kleinen Wesen. Die wesentlichen Grundlagen für einen neugierigen, entspannten Welpen werden in den ersten neun Wochen bei mir gelegt. Während dieser Zeit durchläuft der Welpe verschiedene Entwicklungsstufen, in denen ich als Züchterin wichtige positive Impulse für das spätere Verhalten der Hunde setze.
Sorgfältig wählen wir die zukünftigen Familien aus mit denen unsere liebevoll aufgezogenen Welpen ihr Leben verbringen werden.
In persönlichen Gesprächen lernen wir Sie kennen und finden bestimmt für jeden „Topf das passende Deckelchen“. 

Da sich ein Lagotto im Laufe seines Lebens farblich extrem verändern kann, sollten optische Merkmale nebensächlich sein. Vielmehr spielt das Wesen des Hundes die ausschlaggebende Rolle, in welche Familie er am besten passen wird. 

 Wie werden unsere Welpen für die große weite Welt vorbereitet?

Man weiß heute, dass eine entspannte Schwangerschaft von größter Bedeutung für eine positive Entwicklung der Welpen im Mutterleib ist. Stresssituationen für die Mutterhündin wirken sich bereits im frühen Stadium der Trächtigkeit negativ auf Gesundheit und Entwicklung der Ungeborenen aus. Deshalb vermeiden wir alle Situationen in denen Dolly Stress empfinden könnte.
Dolly wird rechtzeitig vor der Geburt das Welpenzimmer mit der Wurfbox beziehen, damit sie Zeit hat, sich dort einzugewöhnen. Alles was wir für die Geburt benötigen, liegt nun bereit. Ich habe mein Schlaflager im Welpenzimmer aufgeschlagen, sodass die Welpen von Anfang an mitten in der Familie aufwachsen. 

Direkt nach der Geburt wird jeder Welpe untersucht und gewogen, was bis zum Auszug täglich fortgeführt wird. 

 

Inzwischen gilt es als wissenschaftlich gesichert, dass die Genetik nur zu 30% die Leistung eines Welpen bestimmt, 70% aber Training, Förderung, Ernährung, Umwelteinflüsse und Stimulation des Welpen ausmachen. 

Neonatale Phase
In den ersten 2 Lebenswochen befinden sich die Welpen  in der vegetativen Phase, d.h. Augen und Ohren sind noch völlig geschlossen. Ihre Umwelt nehmen sie lediglich über Berührungsreize und Geruch wahr, wobei der volle Geruchssinn sich erst nach 8-13 Tagen entwickelt. Der Tagesablauf besteht eigentlich nur aus Schlafen und Saugen. Für die Prägung an den Bindungspartner Mensch ist es wichtig, dass die Welpen den Geruch des Menschen als positiv erleben. Ein regelmäßiger Körperkontakt, sanftes Streicheln ist für die Welpen bedeutsam. Untersuchungen haben bewiesen, das taktile und thermische Stimulationen die Stressresistenz des erwachsenen Hundes verbessern. Nachweislich sind stimulierte Welpen später aktiver, erkundungsfreudiger und gehen gelassener mit neuen Situationen um, als nicht geförderte Wurfgeschwister. 

Übergangsphase
Ungefähr Anfang der 3. Lebenswoche öffnen die Welpen ihre Augen und sie wollen die Welt erkunden. Erste Steh- und Gehversuche sind zu beobachten. 
Die Welpen werden erkundungsfreudiger. Sie benötigen bald mehr Platz und der Auslauf wird allmählich vergrößert. Jetzt kommen Licht und Alltagsgeräusche als stimulierende Reize zu den regelmäßigen Kuschelzeiten hinzu. Alles sollte wohl dosiert stattfinden. 

Sozialisierungsphase
Die Sozialisierungsphase beginnt in der 4. Woche. In den Folgewochen entwickeln sich die neuronalen Verknüpfungen im Gehirn der Welpen rasant. Auf alle Lernerfahrungen, die den Welpen in diesen Wochen angeboten werden, können sie später zurückgreifen. Bei allem Enthusiasmus muss ich als Züchterin unbedingt darauf achten, dass es bei der Einrichtung des Welpen-Abenteuerlandes zu keiner Reizüberflutung kommt. Das wäre genauso schädlich wie eine Reizarmut. 

 Wir haben zwei Ausläufe nach draußen vorbereitet. Einer führt direkt vom Wohnzimmer auf eine teilüberdachte größere Terrasse, die zu gegebenem Zeitpunkt mit verschiedenen Untergründen versehen ist. Ein zweiter Auslauf befindet sich im Garten, wo sich ein Häuschen und unterschiedliche, immer wechselnde neue Spielmöglichkeiten befinden. 


Die Welpen sollten immer wieder mit unbekannten Objekten und Geräuschen überrascht werden. Das Wechselspiel zwischen Furcht und Neugier bei der Erkundung der z.B. so gefährlichen Tonne oder der Wippe fördert Mut und positive Einstellung gegenüber neuen Situationen. 

Mit zunehmendem Alter werden die Welpen viele unterschiedliche Menschen kennenlernen: den Mann mit Hut, die ältere Frau mit Gehstock, kleinere und größere Kinder, Menschen mit unterschiedlicher Hautfarbe usw. Viele Ängste werden durch akustische Reize ausgelöst.

Deshalb konfrontieren wir unsere Welpen nach und nach mit unterschiedlichen Geräuschquellen auch mithilfe einer Geräusche CD. Wir verknüpfen die Geräusche mit angenehmen Erlebnissen wie spielen, füttern oder kuscheln. Eine positive Verknüpfung solcher Situationen reduziert die spätere Entwicklung für Geräuschängste deutlich.

Zudem gewöhnen wir unsere Welpen an Geschirr und Leine, fahren mit ihnen Auto und unternehmen in den letzten 2 Wochen einige Ausflüge in unterschiedliche Umgebungen wie Wald und Feld. Anfangs geschieht das zusammen mit Mama, später darf Dolly sich erholen und die Welpen lernen uns Menschen als sichere Anlaufstelle kennen.

Nachdem alle Welpen geimpft sind, planen wir einen Ausflug in die Fußgängerzone Bad Cambergs. 

Die regelmäßige Pflege ist bei den Lagotti unerlässlich. Sie erleben den Schertisch, auf dem die Pflege wie Bürsten und Kämmen stattfindet. Zudem gewöhnen wir unsere Welpen früh an das Geräusch der Schermaschine. Krallen schneiden geschieht bereits früh, um das Gesäuge der Mutterhündin zu schützen. Das Ohren zupfen wird positiv konditioniert, sodass diese ungeliebte Prozedur als selbstverständlich wahrgenommen wird. Vor dem Auszug werden wir die Kleinen noch einmal groomen. 

Wir zeigen Ihnen die nötigen Handgriffe und beraten Sie, welche Utensilien für die Pflege aus unserer Erfahrung unerlässlich sind. Zwar haart ein Lagotto nicht, aber der Zeitaufwand für die Pflege darf nicht unterschätzt werden. Ich schere Dolly alle 3 Monate und bürste sie wöchentlich, um Verfilzungen zu vermeiden. 

Nach diesem Tierarztbesuch erfolgt die Wurfabnahme durch den Zuchtwart des Zuchtverbandes. Er nimmt ein weiteres Mal die Aufzuchtbedingungen in Augenschein und schaut sich jeden einzelnen Welpen genau an. 

Nun ist der Weg in die große, weite Welt geebnet und es heißt Lebewohl zu sagen. Ab der 9. Woche Lebenswoche dürfen Sie Ihr neues Familienmitglied mit nach Hause nehmen.

Selbstverständlich stehen wir als Züchter nach dem Auszug jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. 

Achtung Allergiker:
Ein Lagotto Romagnolo ist nur bedingt für Allergiker geeignet. Falls Sie unter Allergien leiden, sollten Sie sich unbedingt vorher testen lassen. Wir stellen Ihnen gerne ein wenig Fell zur Verfügung, um auszutesten, ob sie allergisch reagieren. Es wäre unendlich traurig, wenn Sie zu spät feststellen, dass Ihr neues Familienmitglied leider wieder ausziehen muss. Das ist wirklich vermeidbar.